Adolphsdorf: „Geschlossene Ortschaft“

Es gibt wohl ernsthafte Überlegungen den Mittelteil von Adolphsdorf mit seiner offen erkennbaren beidseitigen Bebauung zu einer „Geschlossenen Ortschaft“ zu machen. Damit würde dann Tempo 50 gelten und das nicht nur direkt vor dem DGH. Der ursprüngliche Gedanke war es den Raum vor dem beim Dorfgemeinschaftshaus angesiedelten Kinder-Spielplatz, und somit die Kinder selbst, zu schützen. Diese Idee ist vor geraumer Zeit von vielen Adolphsdorfern in einer Unterschriftenliste als sehr sinnvoll bestätigt worden. Bei einer Umwidmung des Mittelteils von Adolphsdorf zu einer „Geschlossenen Ortschaft“ wäre allerdings dann nicht mehr der Kreis, sondern die Gemeinde für die Strasse und den Geh- bzw. Radweg zuständig und das ist mit Kosten für Grasberg verbunden.

Die Zugehörigkeit zur Kommunalebene führt mitunter dazu, dass Gemeinden danach streben, dass Gemeindestraßen zu Kreisstraßen oder Kreisstraßen nicht zu Gemeindestraßen umgewidmet werden. Grund dafür ist die unterschiedliche Zuständigkeit für die Unterhaltung. Dies kann für Anlieger ein Vorteil sein, da z. B. die Genehmigung der Einfriedung zur Straße dem Landkreis obliegt und die Anliegerbeiträge anders bemessen werden können. Bei Gemeindestrassen kann die Gemeinde als Straßenbaulastträger, wie es allgemein üblich ist, die Pflichten zur Reinigung der Gehwege vor den Grundstücken dem jeweiligen Eigentümer übertragen. Es müssen also die Gehwege ggf. täglich von Eis und Schnee und dem Herbstlaub befreit werden. Der jeweilige Anlieger (Eigentümer) kann diese Pflichten per Mietvertrag dem Mieter übertragen. Eine erweiterte Privathaftpflicht wäre dann in jedem Fall sehr sinnvoll.

Für den Zustand der Straße und insbesondere des Geh- und Radweges scheint es mir unerheblich in welchen Zuständigkeitsbereich beide fallen. In beiden Kassen ist kein Geld. Es besteht also Aussicht, dass sich die Straßen- und Geh- sowie Radwegeverhältnisse so schnell nicht verbessern werden. Schon jetzt fährt auf eigenes Risiko, wer schneller als 50 km/h fährt. Vom Zustand des Geh- und Radweges aber besonders betroffen sind Menschen, die auf Rollatoren, Rollstühle oder sog. „Scooter“ (Elektrorollstühle) angewiesen sind, um am Leben in der Dorfgemeinschaft teilzuhaben. Es sind mitunter halsbrecherische Fahrmanöver nötig, um heil zum Ziel und zurück zu gelangen.

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